Die Münchner Druckwelle

hat es bis ins Ruhrgebiet geschafft.

Wir waren auf dem Weg nach Kalkar, hoch im Nordwesten der Republik. Wegen Stau führte unser Navi uns woanders her.

Dann gabs ein ganz komisches Geräusch, so wischend, hin und her. Ganz eigenartig. Wir standen gerade vor einer roten Ampel. Als käme das Geräusch von hinten, hinter unserem Wagen. Wir fahren also weiter. Irgendwann sehen wir auf der Frontscheibe eine Zweig, einen sehr hellen.

Aber mit dem Scheibenwischer wurde er nicht weggewischt. Häää?

Hach, ein Parkplatz! Im Regen hat mein Mann nachgeschaut, gewischt, gefühlt, mit dem Nagel versucht zu kratzen. Es bleibt dabei, es ist ein Riß,  ein gewaltiger!  Eigentlich sogar zwei, die sich treffen.

Die Freundin in Kalkar habe ich angerufen. Denn es ist uns doch zu gefährlich. Wenn der Riß weiterwächst? – Sie hat Verständnis.

So haben wir die Rückfahrt angetreten. Weit waren wir komischerweise noch nicht gekommen, mit den Umwegen… Also nix wie zur Werkstatt.

Der Meister meint, da wäre nichts passiert, ist ja Sicherheitsglas. Allerdings, wäre der Riß weitergegangen, dann wäre uns doch die Scheibe um die Ohren geflogen.

Am Dienstag bekommen wir nun eine Neue. Noch ein Bild von dem, der uns den Freitag versaute. War es vielleicht doch nur ein Stein, den wir nicht bemerkt haben???

Das ist er, der Spielverderber.

Reserve-Reifen-Rückfahrt

So ging es also zurück nach Truro, 70 km weit, mit dem Reserve-Reifen.

Ich vermute, dass wir bei Wadebrigde sind. Aber sicher bin ich nicht, jedenfalls ein Fluß mit Ebbe

Natürlich bietet sich England geradezu an für Windkraft, die Räder sehen so schön struwwelig aus


Viele weiße Blüten am Rand

Wir können halt nur gemäßigtes Tempo fahren. Es ist auch nur eine Spur. Endlich mal wieder ein roundabout. UbS dreht eine Ehrenrunde, damit die anderen uns endlich überholen können. –  Tja, die Straße nach dem Kreisverkehr ist dann zweispurig 😆 

Um 10 Minuten vor 15 Uhr sind wir in Truro bei der Werkstatt. Sie haben ein Fax erhalten; aber einen passenden Reifen haben sie nicht, nein.

Der Mechaniker schaut sich den Reifen näher an und meint dann: „That tyre is kaputt!“ Trotz der Anspannung mussten wir doch lachen.

Hin und her und her und hin. Sie haben DOCH einen passenden Reifen. Es ist immerhin Samstag Nachmittag!

Wir gehen noch ein wenig einkaufen. Die Werkstatt ist ganz nahe am Hafen und somit auch an Tesco. Viel haben wir nicht mehr unternommen. Sind dann irgendwann voller Dankbarkeit mit neuem Reifen heimgefahren, und haben gegessen.

Ein ereignisreicher Tag lag hinter uns.

Tintagel Castle

Wir schauten uns also um, aah ja, Treppen rauf, klar. Wir waren runter gegangen, also jetzt wieder hoch, wie sinnig, grins.

Mir muss da ein Tröpfchen auf das Objektiv gekommen sein, sorry für den hellen Flecken, irgendwann habe ich ihn weggewischt.

Auf zu Tintagel Castle

Underfoot

Nun eine steinerne Treppe, schön ungleichmäßig, da muss man echt aufpassen.

Die See da unten ist recht rau, aber herrlich anzuschaun.

Die Stufen werden noch krummer und unegaler, Aufpassen! ist angesagt….

Gut zu erkennen, dass wir inzwischen ziemlich hoch sind.

Interessanter Felsenaufbau

wir sind auf historischem Boden, hier wurde King Artus geboren (vermutet man)

Nun sind wir drinnen

Hier sind wir schon wieder ein paar Stufen hinunter

Es ist nicht mehr allzuviel erhalten, aber es lohnt sich doch.

Diese Höhlen da unten, die reizen uns.

Inzwischen hat unsere Tochter versucht, mich zu erreichen, aber die Verbindung ist hier oben sehr schlecht. Plötzlich steht sie hinter mir. So sind sie also doch noch gekommen, wie schön! Wäre auch zuuuu schade gewesen, sie hätten diese historische Stätte gar nicht sehen können, und hätten nur auf dem Parkplatz gehockt.

In diesem harten Klima gedeihen sogar Blumen

Kann mich gar nicht sattsehen

Wir riskieren mal einen Blick weit hinaus

Treppen und Stufen, jede Menge

Bis 3 Uhr müssen wir in der Werkstatt sein. Die nächste ist – dort, wo wir herkommen, in Truro!

Das bedeutet, langsam aber sicher Abschied zu nehmen!

noch einen Schmetterling – endlich mal – aufnehmen

Genau, einen Wegweiser brauchen wir jetzt

Wie üppig grün es auf dem Weg zum Ort Tintagel ist