Brunch in Oppenheim

Für den Sonntag hatten Tochter und Schwiegersohn zum Brunch eingeladen, in die Landskrone in Oppenheim. Sie haben Plätze reservieren lassen. Also alles ok.

Wir machen uns zu Fuß auf den Weg. Schwiegersohn nicht, er kommt mit dem Wagen nach, sein Fuß ist immer noch nicht in Ordnung. Mit diesem Wegweiser kann  ja nichts schiefgehen.

Wie immer, klick in die Fotos zum Vergößern

Schöne dicke Mauersteine

Diese Garage habe ich schon einmal gezeigt, aber schön ist sie immer noch. Wir machen Musik, da geht dir der Hut hoch!…

Ist das Wetter nicht wunderbar?

Da oben zu dem Turm auf der anderen Seite, also oberhalb von Nierstein, müssen wir auch unbedingt mal…

Dieses ist ein im Frühjahr eröffneter Gasthof Raddeck heißt er, glaub ich.

http://www.raddeckwein.de/galerie-aussiedlung/index.html

Wir gehen uns das mal näher anschauen.

Wow, die Aussicht von hier oben ist überwältigend.

die Halle ist echt gross

Der Weg führt durch Weinberge, die „weißen“ Trauben habe ich gar nicht geknipst, dachte da kommt ja noch jede Menge. Doch nun sind sie alle dunkel.

Aaah, ich verstehe. Nicht zwischen den Reihen sind Wildblumen, sondern sozusagen am Rand, da gibt es einen breiten Streifen, der wohl diese Aufgabe erfüllt.

Hellblaue Wegwarten mit Besuch

Hier gehts lang, doch hier trennen sich unsere Wege, Peter geht weiter hoch. Nirgends ein Hinweis, wo es hergeht. Kein roter Punkt zu sehen. Also können sie sich das Hinweisschild im Ort auch sparen!

Und, ehe wir uns versehen, sind wir am Ziel. Da laufen sie rum, Mama Pfau mit erst 2 dann aber doch allen  fünf (5) Jungen.

Wir beide gehen am Gebäude entlang, sehen in einen großen Raum hinein, da liegen riesige Knäuel von Tischdecken auf 2 Tischen. Also erstmal rein. Cornelia meldet sich an. Und fragt, wo denn das Buffet sei. Antwort: Es gibt kein Buffet. Wir haben nur 15 Anmeldungen, da lohnt es nicht.  – Und wie soll das dann vor sich gehen? – Ich bringe alles an den Tisch. Punkt.

Boah, das kann doch wohl nicht wahr sein!!! Brunch, der normal über Stunden geht. Und dann sich bedienen lassen? Ich krieg die Krise!  –  Und bitte, wo soll das stattfinden? – Hier im Durchgang.  – Na Super, auf einem Bahnhof steht man auch nicht besser.

Die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt. Schwiegervater und Schwager von Cornelia kommen, dann auch ihr Mann. Nur meiner ist noch unterwegs.

Wir beginnen mit den Frühstück. Vor lauter Frust habe ich kein einziges Foto gemacht. Wir müssen nach allem fragen. Rührei, Müsli. Da bringt sie zwei Schüssel mit hellen und schoko-Cornflakes. Sorry, unter Müsli versteh ich was anderes!

Endlich meldet sich mein Mann – per Handy. Er hat sich irgendwie verlaufen. Da waren etliche Treppen, und er hat sich offensichtlich für die falsche entschieden. Unser lieber Schwiegersohn fährt los, ihn abzuholen.

Nun ist er auch noch schlecht gelaunt. Boah, das passt so richtig. Es sind nur noch 2 dunkle kleine Brötchen in dem Brotkorb. Da ich weiß, dass mein Mann gern helle Brötchen isst, gehe ich mit dem Korb und frage: Können wir bitte noch Brötchen bekommen? – Da raunzt mich diese Rothaarige an: Da sind doch noch welche drin! – Ich halte ihr den Korb weiter hin, und endlich nimmt sie ihn. Verschwindet und kommt mit dem gefüllten wieder. Ich will ihn entgegennehmen, da schnauzt sie: Nein, den bringe ICH an den Tisch!

Ich kann euch sagen, es war nah am Horror!

So etwas ist mir noch nicht passiert.

Dann kommt das warme Essen. Auf leicht vertieften Holzschalen mit Griff, die mit Alufolie ausgeschlagen sind. Das Gemüse, das bei dem Reis ist, schmeckt überhaupt nicht. Immerhin Kartoffelgratin ist ok. Das Fleisch auf der anderen Holzplatte ist gut, auch das  Gemüse, das dabei ist.  Den Salat hat sie weggenommen. Doch davon haben wir beim Frühstück so gut wie nichts genommen. Passte doch gar nicht. Sah sogar appetitlich aus.

Nach kurzer Zeit ist alles kalt.

Bestellung eines Getränkes, dauert ewig. Dann Nachtisch. Es gibt kein Buffet – na das ist nun aber echt erstaunlich (pruuust)

Bis aber die Karte kommt, vergeht eine halbe Stunde. Inzwischen ist auch die Schwiegermutter da. Sie kennt jemanden vom Haus, geht mal hin. Aber irgendwie kommt die Karte auch nicht schneller. Dann endlich! Wow, aus drei Gerichten dürfen wir auswählen. Apfelstrudel, Creme Brullé, und Rote Grütze.

Bis wir endlich bestellen können, vergeht wieder eine halbe Stunde. Bis die Deserts gereicht werden, dauert es noch einmal unendlich lange.

Hoffen wir, dass im nächsten Jahr ein neuer Pächter in der Landskrone aktiv ist.

Im letzten Jahr soll der große Raum voll gewesen sein, immer wieder, zum Brunch. Man musste sich voranmelden, um überhaupt dabei sein zu können.

Ach so, vier andere waren an einem weit entfernten Tisch. Und der andere fertige Tisch (Servietten drauf) wurde gar nicht besetzt.

Cornelia hat kein Trinkgeld gegeben. Richtig so!