Christmette

Weil viele Besucher der Christmette sehr früh da waren, wurden schon von der Orgel Lieder gespielt, der Pastor las  Texte vor. Eine gute Sache. Eine Trompete wurde auch gespielt, wunderbar.

Vor dem Altar liegt diese besondere Krippe

IMG_1368Sen12 15Auf den äußeren Strahlen stehen die Namen wohl aller Länder, diese Krippe war auch bei der Krippenausstellung in unserer Kirche.

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In unserer Kirche wird ja eine neue Sitzordnung ausprobiert, also links und rechts vom Altar, der vorgezogen wurde. Eine große Renovierung steht bevor.

Wir sind immer in der ersten Reihe, ich in meinem Rollstuhl daneben.

Die Krippe wurde geöffnet und gleich ging ein wundervolles Licht von ihr aus.

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Es war eine ganze Reihe geflüchtete Ghanaer uns gegenüber. Drei von ihnen beteten nach dem Vaterunser das Vaterunser in ihrer Sprache.

Beim Friedensgruß geben wir uns ja die Hände mit den Nachbarn und denen hinter uns, um Frieden zu wünschen. Aber am Heiligen Abend war es anders.

Unser Pfarrer  ging auf unseren Block zu – auf mich zu – gab mir die Hand und sagte: Ihnen stellvertretend für diesen ganzen Block wünsche ich Frieden.

Ich strahlte über das ganze Gesicht.

Heute ist der große Tag

Heute endlich ist es soweit, das große Chor- und Orchester-Konzert findet statt.

Es ist der letzte Sonntag im Kirchenjahr, das Christkönigs-Fest. Gestern wurden 3 Personen getauft, ein Ehepaar und deren kleine Tochter. Die Drei waren gestern abend in der Kirche und feierten zum erstenmal ein Messe als getaufte Christen mit. Der Papa ging auch mit Töchterchen zum Altar rauf, als der Pastor die Kinder zum Vaterunser lud.

Heute singen wir die Spatzenmesse oder auch Missa brevis et solemnis in C von Mozart

Das Notenheft wird zum Konzert in schwarz gekleidet, mit einer Art Pappe.

Wir alle sind auch schwarz gekleidet, allerdings nicht in Pappe 🙂

Im Sanctus ist  dann der Spatz zu hören, wir haben ihn Kurt genannt 😉

Kurt zwitschert bei uns intensiver als in dieser Aufnahme, jeweils vor „pleni sunt…“

Zuerst piepst er zweimal, beim zweitenmal dreimal. 

Danach haben wir unsere Cäcilienfeier. Es ist also ein intensiver Tag. 

Bilder vom Palmsonntag

Wir versammelten uns an der alten Schloß-Kapelle.

Hier zeige ich mal solch einen kunstvoll bearbeiteten Stock

Es war rappelvoll, viele standen auf dem Weg davor.

nachdem die Palmen und Palmstöcke gesegnet waren, ging die Prozession durch unser Altes Dorf

Die letzte Kurve, der Kirchvorplatz ist schon zu erkennen.

in der Messe lud der Priester zum Vaterunser die Kinder zum Altarraum. Da war was los! Echt schön. Und auch wir im Kirchenraum sollten uns bei den Händen halten beim Vaterunser. Von rechts kam eine kühle Hand, meine waren normal warm, und links kam eine sehr, sehr warme.

Nach der Messe gab es zwei Körbe, aus denen wir uns „Palmzweige“ mitnehmen konnten.

Der zweite Adventssonntag

war ein besonders schöner Tag. Morgens in der Kirche war alles auf Barbara ausgerichtet, es wurden auch sechs neue Messdiener aufgenommen. Ein kleines Spiel mit zwei Jungen und einer Frau als die Tante des einen brachte die Geschichte der Barbara-Zweige zu Bewußtsein. Dieser Tisch war der Mittelpunkt des Spiels. Mit einer Barbara-Statue, einer Grubenlampe und eben den Zweigen.

Dann wurden die neuen kleinen Messdiener/innen offiziell aufgenommen. Unser Pastor bat, alle Messdiener, die in der Kirche seien, doch nach oben zu kommen, und sich zu den Neuen zu gesellen.

Zum Vaterunser bat der Pastor die Kinder, zum Altar zu kommen. Da kamen so viele, dass er schon mit ihnen auf die oberste Stufe musste. Ein herrliches Gewimmel am Altar. Das mag ich, so lebendig, so freudig. 

Zum Ende der Messe wurden dann alle Barbaras nach vorn gebeten. Der Herr Pfarrer gratulierte jeder von uns persönlich und wir bekamen jede einen kleinen Strauß Kirschzweige mit einem Blatt dran, auf dem einiges über die Heilige Barbara steht.

Auf dem Kirch-Marktplatz war an diesem Sonntag Weihnachtsmarkt, der findet bei uns immer am 2. Adventssonntag statt.

wird fortgesetzt

Fronleichnam

war zwei Tage, nachdem wir aus dem Urlaub zurück waren. So kommt mein kleiner Bericht leider verspätet, ging nicht anders….

Die Messe war im Außenbereich des Kindergartens, in den unsere Tochter vor vielen Jahren sehr gern gegangen ist.

Wir, der Chor durften uns in einem Raum des Kindergartens einsingen, herrlich, zwischen Hochbauten und von oben baumelnden Sonnen und Sternen usw. 

Kommunionkinder kamen mit der Zeit noch einige.

Der Pastor hatte sich ein kleines Mädchen aus einer der ersten Reihen nach oben zum Altar gebeten. Wir waren gespannt, was wohl der Grund war.

Ab und zu braucht er beide Hände für den Ablauf der Messe. Und dann kann er das Mikrofon nicht halten. Dafür ist nun das kleine Mädchen zuständig…

Das hat sie sehr gut gemacht, nur einmal hat sie, die rechte Hand auf die Taille gestützt, ganz woanders hingeschaut, da wanderte natürlich auch das Mikro  😉 Herr Pastor hat es wieder richtig gerückt. Ab da war sie dann schön aufmerksam…

Zum Vaterunser lud er – wie immer –  alle Kinder zum Altar, da war ein richtig schön was los

Die Prozession begann unter fast professioneller Sicherung, sogar eine orangene Leuchte hat er auf dem Wagen. Wir hatten unseren Spaß…


der Baldachin schön schief, feixen ohne Ende 😉

Vater und Sohn sichern die Prozession, die Sicherheitsweste sitzt, der Wind weht, die Weste sitzt.

Am Krankenhaus war – auch wie immer – Station vor einem Altar. Dann weiter zur Kirche, dort nochmal Sakraments-Lieder gesungen und die Feier war beendet.

Auf dem Rückweg habe ich noch diese Yukka-Palme gesehen


Palmsonntag

In Recklinghausen gibt es jedes Jahr in der Woche vor Palmsonntag bis eben zum Palmsonntag die Palmkirmes Wir fuhren am letzten Samstag dort vorbei, das große Riesenrad habe ich versucht aufzunehmen, ist nicht ganz gelungen, doch es ist da links zu erkennen 😉

Heute also Ende der Kirmes, und Palmweihe – aber nicht auf dem Kirmesplatz, sondern im Vorhof der alten Schlosskapelle bei uns im Alten Dorf.

Gerade hat der Pastor erst mit Weihrauch, dann mit Weihwasser und viel Power die Palmstöcke und -Sträußchen geweiht. Er hatte echt Freude daran, so ziemlich jedem eine kleine Dusche zu verpassen, lach. Er guckte richtig verschmitzt drein.

Die Palmstöcke sind auf verschiedenste Weise geschmückt. Ein Junge hatte ein Papp-Ei mit „Star Wars“ drauf, mal war es ein ausgeblasenes Ei, mal ein Lamm oder sogar ein Pferd.

Dann ging es singend durch die schmale Pforte

in Prozession über die Straßen des Alten Dorfes zur Kirche.

Schon ist die Kirche erreicht, die ersten sind bereits drin…

die Messe verläuft recht laut, denn es sind auch ganz kleine Kinder dabei. Richtig Stimmung heute 🙂

Zum Vaterunser bittet unser Pfarrer immer die Kinder, noch oben zu kommen. Einige stehen sozusagen in den Startlöchern, den besten Platz direkt beim Pastor zu erwischen.

Das Wetter war endlich mal angenehm, meistens ist es noch recht kalt am Palmsonntag, doch heute schien die Sonne 🙂

Gestern

in der Kirche. Erster Eindruck: richtig schön voll.

Anstatt Lesung, also einem Teil aus dem alten Testament, gab es ein Martins-Spiel.

Drei Mütter hielten an Stangen befestigte „Fenster“ aus denen dann einige der Kindergartenkinder schauten. Sie waren die Bewohner, die einem armen Mann nichts gönnten und ihn wegschickten.

Aber dann kam ein Ritter mit schönem, silbernem Helm (eine süße kleine junge Dame), mit einem schönen roten weiten Mantel gekleidet, „auf“ einem kleinen winzigen Pferdchen 🙂

Und dieser Martin teilte selbstlos seinen Mantel mit diesem armen, frierenden Mann.

Es war so niedlich, diese Kindergartenkinder in action, herrlich. Der Kinderchor sang krähte dazu, wunderbar.

Die anderen Kinder zogen mit ihren leuchtenden Laternen  hinter den beiden Hauptdarstellern her.

Das haben sie alle richtig gut gemacht.

Anstelle der Predigt gab es Dias, die ich allerdings nicht sehen konnte. Aber die Geschichte, die konnte ich hören.

Ein kleiner Bär ist im Zimmer und ruft nach Marina, doch die ist nicht da. Oh, er hört, dass draußen gesungen wird. Er hoppelt zum Fenster, sieht viele Lichter, die er vorher nie sah und er hört Lieder, die gesungen werden. Er entdeckt seine Marina bei den Kindern da auf der Straße. Er legt den Schal um, zieht die Mütze an, schnappt sich seine kleine Laterne und hoppelt hinunter und auf die Straße. Er ruft nach Marina. Doch sie hört ihn gar nicht. So hoppelt er schnell nach vorn. Da entdeckt Marina ihren Bären. Sie nimmt ihn auf den Arm und zündet seine Laterne an. Die leuchtet so schön, er ist glücklich.

Dann kommen die Kinder zu stehen, da vorn ist irgendwas los. Der kleine Bär fragt Marina, sie erklärt, dass da der heilige Martin ist. Der kleine Bär will das sehen. Er springt von ihrem Arm und hoppelt durch die vielen kurzen und auch langen Beine ganz nach vorn.

Da sieht er den heiligen Martin. Oh, sieht der schön aus.  –  Ups, ein kleiner Junge weint. Er hat seine Laterne verloren.  –  Der heilige Martin schaut den kleinen Bären an, uuuh, so richtig intensiv. Als der Bär wieder aufschaut, sieht Martin schon woanders hin.

Aber der Junge!  –  Der kleine Bär geht zu dem kleinen Jungen und schenkt ihm seine Laterne. Oh, wie sich der Junge freut, seine Augen strahlen. Nun hat auch er wieder seinen St.-Martins-Umzug.

Da ist Marina, sie nimmt den kleinen Bären wieder auf ihren Arm. Und ihre Laterne leuchtet nun für beide.


Glücklich und zufrieden kehren sie nach Hause zurück.

Zum Vaterunser bittet unser Pastor ja alle Kinder, doch hinauf zu kommen. So stehen sie dann alle im Halkreis, Hand-in-Hand und alle beten das Vaterunser.

Unsere Kirche ist ja die Kirche St. Martinus.

Ganz zum Schluss sang nochmal der Kinderchor. Sie standen vorn rechts, wo sie eigentlich gar nicht zu sehen sind. Als sie fertig waren, fragte der Pastor, ob es noch eine zweite Strophe gibt. Und dafür sollten sie doch bitte mal auf die Altarstufen kommen.

Tja, und dann sangen sie so schön mit allen möglichen Bewegungen dazu, es war bezaubernd.

Irgendwie ging der Text so: ich bin immer, immer für dich da.

bei „immer“ drehten sich ihre Hände umeinenander

bei „für dich da“ breiteten sie ihre Arme aus. usw. usw. usw…

Ach es war wirklich schön.