Weihnachtskonzert

des Jugendorchesters Havixbeck

Wie schön leuchtet der Morgenstern, wundervoll gespielt

von Philipp Nicolai, Satz Bach.

Thème Classique von Fred Gines

dann zwei Orgelstücke von unserer Organistin gespielt.

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Dann Umzug einiger Orchester-Mitglieder, denn jetzt hatten die Blechbläser ihr Stück zusammen Piccolo-Trompete geblasen von Gerd Radeke und Sopranistin Heike Hallaschka. 

Das Stück: Let the bright Seraphim von Händel – großartig.

Die Kirche war sowas von voll! Wir kamen um viertel vor, da war schon vorn und in der Mitte kein Platz mehr frei.

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Dann hörten wir Bells von Ian Dougall *1938 das ganze Orchester durfte wieder aufspielen.

Das war einfach genial! Die Trompete begann als Glocke, dann kamen andere, feine dazu, dann große dunkle. Richtig spannend war das.

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Als nächstes: Zu Bethlehem geboren – haben wir fast mitgesungen.

Ode for the birthday oft Queen Anne von Händel,

gespielt von den Holzbläsern des Orchesters, dazu wieder die Piccolo-Trompete und Heike Hallaschka mit ihrem gut anzuhörenden Sopran.

Süßer die Glocken nie klingen, das hört man heute fast gar nicht mehr. Dabei ist das ein so wundervolles Weihnachtslied.

Zum Schluss: Hymn of the Highlands von Philip Sparke * 1951

Standing Ovations

sozusagen ohne Ende!

Hach, Zugabe!

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Wieder donnernder Beifall! – Und noch eine Zugabe – Medley.

 Jingle bells, bei dem wir mitklatschen konnten und Rudolf the rednose Rentier.  Hach zuletzt wurde es so richtig weihnachtlich und alle hatten ein Lachen im Gesicht.

Hier hatten sich die Reihen schon gelichtet.

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Es war ein wundervolles Konzert, bei freiem Eintritt.

Natürlich haben wir eine Spende gegeben.

Das Konzert

Die Schola Cantorum – 6 Herren – hatte schon um 15.45 h Einsingen, wir,  der Kirchenchor um 16 Uhr, oben auf der Orgelbühne. Dann ging unser Chorleiter nach unten, Einsingen mit dem Gospelchor.

Wir hatten also noch viel Zeit. So ging ich doch mal runter, zur Toilette. Da muss man durch die Sakristei. Und da liegen übereinandergetürmt verdächtige Kleidungsstücke

Inzwischen war die Kirche voll besetzt, viele fanden keinen Sitzplatz mehr.

Um punkt 17 Uhr sangen wir das erste Lied:“ Ich steh an deiner Krippe hier“ von J.S. Bach. Dann sprach unser Pfarrer. Er fragte, wer denn KEINEN Verwandten oder Bekannten unter den Akteuren habe. Sechs Leute meldeten sich. Er wies sie darauf hin, dass auf der Rückseite des Programmes alle Probenzeiten jedes Chores vermerkt seien. Allgemeines Lachen war die Folge.

Die sechs Herren der Schola waren dann dran, einer von ihnen sang auch einen Soloteil, echt souverän. Die Solistin sang gleich zwei Lieder. Ein gemeinsames Lied – mit der ganzen Gemeinde: Hört, es sing und klingt mit Schalle… Schola Cantorum und dann wieder wir mit „oh Bethlehem, du kleine Stadt“ Wieder die Solisten, und unser letztes Lied stand an: Transeamus usque Bethlehem (Lasst uns hinübergehen nach Bethlehem!)

Der Jugendchor ist sehr klein, die meisten gehen halt in den Gospelchor…

…ich frage mich, warum es nur Mädchen sind. Sie sangen u.a.“Last Christmas I gave you my heart“

Aber dann kam der Känguruchor dran. Die jungen Mütter waren so nach und nach in die Kirche gekommen. Aber sie hatten die Ihren so gut im Griff, nichts, fast nichts war mit herumlaufen.

Dem kleinen davorn mit dem Streifenpulli wurde es zu langweilig

er lief in den Seitentrakt wohl zu  Papa oder Oma. Und unsere Gräfin hat ihren Sproß, den kleinen Gustav inzwischen auf den Arm gehoben.

Hier wichen die Besucher vom Schema ab und spendeten Beifall!

Der Gospelchor sang drei Lieder: „Jesus, at thy birth“, „Aus der Armut eines Stalles“ und „First Christmas memories“.

Die Martinsbläser spielten: „Die Himmel rühmen die Ehre Gottes“ von L.v.Beethoven. Oh, das haben wir auch schon mit dem Chor gesungen.

Tja und nun waren die Kleinen dran. Während sie sangen, sollten wir langsam hinuntergehen. So habe ich leider kein Bild von den aufgeweckten kleinen. Die waren so sehr bei der Sache, dass einer bei einem bestimmten Wort immer hoch sprang.

Sie bekamen donnernden Applaus!

Und wir, Gospelchor, Schola und Kirchenchor stellten uns hinter die Kleinen auf die Altarstufen. Nun wurde mit allen, auch der Gemeinde „O du Fröhliche“ gesungen. Herrlich, die ganze Kirche sang! Was für ein Klang – unbeschreiblich.

Standig Ovations für alle, hach tut sowas gut! – Und da so viele fotografierten, dachte ich, das tu ich auch, nur in die Gegenrichtung.

Ja wirklich, kurz nach meinem Foto standen sie alle, und applaudierten ohne Ende, so kam es mir vor.

Chorkonzert

Für das Konzert haben wir alle in Schwarz zu erscheinen. Sogar die Noten, die schönen lila Noten, müssen verpackt werden.

Gutes, intensives Einsingen, noch einmal alle Anfänge probieren. Unser Kirchenmusiker meint, spätestens am Montag fliegt die Haydn-CD in die Ecke. Wir übten seit einem Dreivierteljahr an dieser schwierigen, wunderschönen Messe.

Der geordnete Einzug in die bereits gefüllte Kirche klappte vorzüglich. Kurze Ansprache unseres musikalischen Leiters. Und schon gings los mit dem ersten Lied, natürlich auch von Haydn: Salus et gloria! Das kennen wir schon länger, ist also kein Problem.

Auf Deutsch:

Nach diesem Lied durften wir in den Altarraum hoch, uns hinsetzen. Denn nun sangen die vier Solisten „Salve Regina„. Ein sehr festliches Werk, 1771 von Haydn komponiert. Gut 20 Minuten dauerte diese Aufführung. Wir nahmen wieder Aufstellung, und die Messe:           Große Orgelsolomesse Es-Dur

Missa in honorem Beatissimae Virginis Mariae Hob.XXII:4           für Soli, Chor und Orchester

konnte beginnen.

Ich singe im Alt. Und der Alt beginnt gleich beim Kyrie, was selten vorkommt. Alles klappte wunderbar. Wenige Fehler konnte ich hören. Nur meine Noten zitterten so eigenartig. Also war ich doch aufgeregt.

Alle Einsätze klappten vorzüglich. Was haben wir die geübt, bis zum Umfallen, könnte man sagen.

In der Zeitung sah es gestern so aus. Im Internet war noch nichts zu finden.

Wie schon erwähnt, ich stehe in der ersten Reihe, der Größe wegen, oder eher der Kürze wegen 🙂

Nach „Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei“ waren wir glücklich  und zufrieden. Hier ein Link von einer Messe, habe ich endlich doch gefunden:

http://www.youtube.com/watch?v=09u2lY0pImo

Beifall brandete auf, wollte gar nicht mehr aufhören, hach, tat das gut. Nur strahlende Gesichter im Chor, nach der Anspannung… wohl zu verstehen. Unser Chorleiter warf uns ein doppeltes Kußhändchen zu. Sowas hat noch keiner vorher getan. Das war ja so lieb. Er war ganz offensichtlich erleichtert. 

Blumen für die Solisten, Applaus für uns, und als Zugabe noch einmal das Kyrie. Danach standing ovations.

Die Stühle mussten mit ins Pfarrzentrum getragen werden. Die Podeste wieder in den Keller.

Unsere Cäcilienfeier begann. Einige Ehrungen für langjährige Chormitgliedschaft standen an, dazu einmal für 40 Jahre und einmal für 50 Jahre.

Eeeendlich wurde das Essen freigegeben. Seit kurz nach 15 Uhr waren wir alle unterwegs. Nun war es fast 19 Uhr. Es war ein schöner, geselliger Abend.


Kleiner Nachsatz: Meine Stimme hat gehalten! Sie hat keinen Schaden genommen. Ich bin so happy, hatte ich doch schon mit dem Gedanken gespielt, mich vom Chor zu verabschieden…..