Die Münchner Druckwelle

hat es bis ins Ruhrgebiet geschafft.

Wir waren auf dem Weg nach Kalkar, hoch im Nordwesten der Republik. Wegen Stau führte unser Navi uns woanders her.

Dann gabs ein ganz komisches Geräusch, so wischend, hin und her. Ganz eigenartig. Wir standen gerade vor einer roten Ampel. Als käme das Geräusch von hinten, hinter unserem Wagen. Wir fahren also weiter. Irgendwann sehen wir auf der Frontscheibe eine Zweig, einen sehr hellen.

Aber mit dem Scheibenwischer wurde er nicht weggewischt. Häää?

Hach, ein Parkplatz! Im Regen hat mein Mann nachgeschaut, gewischt, gefühlt, mit dem Nagel versucht zu kratzen. Es bleibt dabei, es ist ein Riß,  ein gewaltiger!  Eigentlich sogar zwei, die sich treffen.

Die Freundin in Kalkar habe ich angerufen. Denn es ist uns doch zu gefährlich. Wenn der Riß weiterwächst? – Sie hat Verständnis.

So haben wir die Rückfahrt angetreten. Weit waren wir komischerweise noch nicht gekommen, mit den Umwegen… Also nix wie zur Werkstatt.

Der Meister meint, da wäre nichts passiert, ist ja Sicherheitsglas. Allerdings, wäre der Riß weitergegangen, dann wäre uns doch die Scheibe um die Ohren geflogen.

Am Dienstag bekommen wir nun eine Neue. Noch ein Bild von dem, der uns den Freitag versaute. War es vielleicht doch nur ein Stein, den wir nicht bemerkt haben???

Das ist er, der Spielverderber.