Mein Alltag mit ALS – 4

Nach dem Buch: Das erleuchtete Gehirn  – von Albert Villoldo und David Perlmutter – Erleuchtung als Schlüssel zu körperlicher und geistiger Stärke.

richte ich mich. So z. B. Meditation.

Ich habe gegugelt, wie man das machen kann: Sich bequem hinsetzen, Augen zu und TIEF einatmen. Immer wieder. Irgendwann fangen die Hände an zu kribbeln. Inzwischen bin ich soweit, dass bei einem Mal tief einatmen es gleich im Oberkopf beginnt zu arbeiten. Dann kommt die Stirn dran, die Wangen, die Zunge, die Lippen.

Und es geht nun auch soweit, dass es durch die Beine geht bis in die Füße. Ich liebe dieses Gefühl. Das ist einfach genial.

So hoffe ich, dass auch in die Füße wieder Kraft kommen könnten.

Blätter zerreißen geht nicht mehr. Die linke Hand hat zu wenig Kraft.

Meine Füße sind recht dick, so dass ich nur noch ein Paar meiner Schuhe anziehen kann. Die anderen sind zu niedrig innen drin. Dafür hat mir meine Heilpraktikerin eine neue Art für die Redater gezeigt. Einer kommt vorn links auf den linken, schlimmeren Fuß. Damit die Durchblutung angeregt wird. Hier noch einmal die Redater-Steine, dreimal pur, einmal mit Aufkleber, von dem die weiße Schicht abgezogen wird, bevor es an den Körper geklebt wird. 

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Ein klein wenig hat es geholfen.

Wieder zurück zum Buch.

Glutathion kann auch gegen Fibromyalgie, gegen Parkinson, Demenz, Multiple Sklerose, ALS. Also bei Nervenkrankheiten.

Muss ich mal was vom Boden hochholen, und kein Stuhl oder Sofa in der Nähe, muss mein Mann mich hochheben. Gut, dass ich nicht so schwer bin.

Aber diese Redater haben echt geholfen, dass meine linke Wade vom völlig lahmen Fuß wieder an Umfang zugenommen hat. Ich merke es beim Schließen der Schiene. Wird stramm, muss mal den Gurt ein wenig verlängern.

Ob wir der ALS doch ein Schnippchen schlagen können?

Das wäre ein Traum!

15. 1. 15

Ein Aha-Erlebnis!

Morgens aufgestanden, ins Bad. Ich drücke meine linke Wade durch, da ist es normal, dass das Bein zusammenknickt.

ABER NEIN: Es bleibt stabil!

Boah, ich bin hingerissen. Ich fass es nicht!

Nun kann ich etwas normaler gehen. Und im Stehen muss ich nicht mehr so hin- und herwackeln. Das passiert zwar noch, aber nicht mehr so intensiv wie bisher.

Bei der Meditation habe ich oft das Gefühl, dass es in den Oberschenkeln holpert.

Was nun der Grund ist, ob Meditation oder die Redater, ist mir echt egal. Hauptsache es klappt!

Das ist sie

die Peronaeus-Schiene, die ich nunmehr tragen werde, wenn ich draußen bin.

Paraeus-Schiene 9670

Gestern  habe ich sie bekommen, der Gurt wird natürlich etwas enger um den oberen Teil der Wade geschnallt, als auf dem Foto. 

Ich hatte sie etwa eine Stunde an.

Das Laufen ist zwar nicht schneller, aber gleichmäßiger. Und die linke Wade wird nicht müde.

Der Fuß kann tatsächlich abrollen. Damals musste ich einen Fußabdruck hinterlassen. Der wurde als Grundlage für die Schiene genutzt. Diese sagen wir mal „Platte“ ist nun unter der Innensohle meines Schuhs.

Zum Glück sind meine Walking-Schuhe recht variabel. Und der linke Fuß ist kürzer als der Rechte, also ist genug Platz im Schuh.

Bisher hatte ich immer beim Treppe runtergehen sowas wie Muskelkater in der linken Wade. Der nächste Termin beim Physio-Therapeuten ist erst in 9 Tagen. Die Übungen, die ich gegen diesen  „Muskelkater“ mache, halten nur ein paar Minuten an. So wollte ich meinen Mann bitten, die  Wade zu massieren.

A B E R: Nach dem Tragen der Schiene über eben diese eine Stunde, wir waren damit natürlich unterwegs, gibt es keinen „‚Muskelkater“ mehr. Wie oft bin ich die Treppe heute hinunter gegangen. Mindestens 15 x . Am Mittwoch kommt sie zum zweitenmal zum Einsatz, und abends zum Chor auch.