Zweiter Advent

Heute ist der zweite Advent.

„Wir sagen euch an den lieben Advent, sehet die zweite Kerze brennt

So nehmet euch eins um das andere an, wie auch der Herr an uns getan.

Freut euch ihr Christen, freuet euch sehr, schon ist nahe der Herr.“

Dazu zeige ich meinen Adventskranz vom letzten Jahr.

Die Form ist auch in diesem Jahr wieder so,  nur die Deko ist anders.

1938 Advent

Heute nachmittag ist ein großes Adventskonzert hier in der Kirche, u.a singt auch ein Kinderchor, Bläser werden auch dabei sein, noch ein anderer  Chor und unser Kirchenchor.

Fusion

Am Sonntag wurde in der Messe die Fusion von 4 Gemeinden feierlich begangen.

Eigentlich sind es nur noch drei. Denn die Gemeinde St. Johannes ist bereits seit ca. 6 Jahren geschlossen. Banner aller Gruppierungen warteten hinten.

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ich machte mich derweil auf den Weg nach oben, zur Orgelbühne.

Und dann war es soweit, sie zogen ein.

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Zum Schluss die Meßdiener, Priester, der Weihbischof Geerlings, zu erkennen an der Bischofsmütze  (der viertletzte)

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Er verlas die Urkunde der Fusion, und die Urkunde, die unseren Pfarrer als Pfarrer der neuen großen Gemeinde beruft. Alle vom Seelsorge-Team hatten sich schon um den Bischof postiert.

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Pater Mato wurde damit auch zum Pastor erhoben.

Noch vor Beginn der Messe hatte ich unseren Chorleiter und Organisten gefragt, wo denn der Adventskranz sei. Normal hängt der von oben, in diesem Jahr auf einem recht niedrigen Ständer. Er meinte, der sei heute mal weiter in der Seitenkapelle.  Es gäbe gleich eine Überraschung!

Ok, verständlich, denn was sich alles am Altar tummelte, das konnte sich sehen lassen.

Und dann plötzlich wurde ich von Markus ermahnt, nun doch den Fotoapparat zu zücken.

Von jeder Gemeinde wurde nun ein langes Tuch angebracht, erst ein Gelbes von Maria Heimsuchung, die jedes Jahr den wundervollen Früchteteppich erstellen. Ich musste lachen, der Bischof hatte das Tuch teilweise auf seinem Schoß 🙂  Dann ein Rotes von St. Ludgerus, dann eins in Violett von St. Johannes, der Kirche, die ja schon geschlossen wurde, und zum Schluss Orange von unserer St. Martinus-Gemeinde.

Und dann, ja dann wurde das Ganze in der Mitte ganz langsam hochgezogen, ganz langsam.

Wie ein Zelt schaute das dann aus.

Bänder-Gemeinden

Zum Vaterunser bat der Bischof wohl auf einen Wink unseres Pfarrers die Kinder zum Altar, und sie kamen, nach und nach, das dauert immer ein wenig, lach. Denn so ganz Kleine gehen halt noch nicht so schnell, also ist warten angesagt

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Wir sangen zusammen mit dem Kirchenchor aus Scherlebeck „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ von Bach, hier mit großem Orchester, bei uns nur mit Orgel. Hört sich aber auch gut an.

Ein Kinderchor, ich glaub der ist von Maria Heimsuchung, war einfach herrlich. Mit Mikrofon und dann diese unbekümmerten Kinderstimmen. Wir haben alle gelächelt. Ein Jugendchor hat auch gesungen.

Eine prima Mischung.

Die Leit-Meßdiener und Bannerträger nahmen schon Aufstellung für den Auszug.

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Und dann wurde das letzte Lied gesungen, die Messe war zu Ende, die Fusion besiegelt.

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Anschließend waren alle ins Kolpinghaus eingeladen. Ein Gang durch Schneematsch. Aber der Saal war so voll, wir beide haben sofort die Flucht ergriffen, wie einige andere auch.

Allerdings war es gar nicht so einfach, nach Hause zu kommen. Es machte immer quartsch, quartsch im Schneematsch und es war oft arg glatt. Der Regen hat dann dafür gesorgt, dass der Schnee verschwand.

Daheim haben wir dann den Sonntag noch genossen.

Heute morgen

in der Messe. Es war eine sogenannte Familienmesse. Die Kirche war richtig schön voll, so viele Kinder mit ihren Müttern oder eben auch Eltern und Großeltern.

Der Kinderchor hat gesungen.

Immer wieder war Kinderrufen, -weinen, sprechen. Eine lebendige Messe.

Dann kam das Alleluja! Der Chorleiter meinte, heute singen wir mal ein Alleluja, das die Kinder so gern mögen.  Allee, allee, allee, alleluja, preiset den Herrn.  Und das einige Male wiederholt. Ok, die Melodie hatten wir fix drauf.

Aber dann hieß es: die linke Seite singt Alleluja, die rechte Seite: Preiset den Herrn.  Und jede Seite, die gerade singt, singt im Stehen, die andern sitzen.  Der Höhepunkt war, dass die Herren Alleluja sangen, die Frauen Preiset den Herrn. Ich fühlte mich an Laurenzia, liebe Laurenzia erinnert. Jedenfalls hatten wir unseren Spaß, die Stimmung in der Kirche ist selten so gelöst und lustig. 

Gestern

in der Kirche. Erster Eindruck: richtig schön voll.

Anstatt Lesung, also einem Teil aus dem alten Testament, gab es ein Martins-Spiel.

Drei Mütter hielten an Stangen befestigte „Fenster“ aus denen dann einige der Kindergartenkinder schauten. Sie waren die Bewohner, die einem armen Mann nichts gönnten und ihn wegschickten.

Aber dann kam ein Ritter mit schönem, silbernem Helm (eine süße kleine junge Dame), mit einem schönen roten weiten Mantel gekleidet, „auf“ einem kleinen winzigen Pferdchen 🙂

Und dieser Martin teilte selbstlos seinen Mantel mit diesem armen, frierenden Mann.

Es war so niedlich, diese Kindergartenkinder in action, herrlich. Der Kinderchor sang krähte dazu, wunderbar.

Die anderen Kinder zogen mit ihren leuchtenden Laternen  hinter den beiden Hauptdarstellern her.

Das haben sie alle richtig gut gemacht.

Anstelle der Predigt gab es Dias, die ich allerdings nicht sehen konnte. Aber die Geschichte, die konnte ich hören.

Ein kleiner Bär ist im Zimmer und ruft nach Marina, doch die ist nicht da. Oh, er hört, dass draußen gesungen wird. Er hoppelt zum Fenster, sieht viele Lichter, die er vorher nie sah und er hört Lieder, die gesungen werden. Er entdeckt seine Marina bei den Kindern da auf der Straße. Er legt den Schal um, zieht die Mütze an, schnappt sich seine kleine Laterne und hoppelt hinunter und auf die Straße. Er ruft nach Marina. Doch sie hört ihn gar nicht. So hoppelt er schnell nach vorn. Da entdeckt Marina ihren Bären. Sie nimmt ihn auf den Arm und zündet seine Laterne an. Die leuchtet so schön, er ist glücklich.

Dann kommen die Kinder zu stehen, da vorn ist irgendwas los. Der kleine Bär fragt Marina, sie erklärt, dass da der heilige Martin ist. Der kleine Bär will das sehen. Er springt von ihrem Arm und hoppelt durch die vielen kurzen und auch langen Beine ganz nach vorn.

Da sieht er den heiligen Martin. Oh, sieht der schön aus.  –  Ups, ein kleiner Junge weint. Er hat seine Laterne verloren.  –  Der heilige Martin schaut den kleinen Bären an, uuuh, so richtig intensiv. Als der Bär wieder aufschaut, sieht Martin schon woanders hin.

Aber der Junge!  –  Der kleine Bär geht zu dem kleinen Jungen und schenkt ihm seine Laterne. Oh, wie sich der Junge freut, seine Augen strahlen. Nun hat auch er wieder seinen St.-Martins-Umzug.

Da ist Marina, sie nimmt den kleinen Bären wieder auf ihren Arm. Und ihre Laterne leuchtet nun für beide.


Glücklich und zufrieden kehren sie nach Hause zurück.

Zum Vaterunser bittet unser Pastor ja alle Kinder, doch hinauf zu kommen. So stehen sie dann alle im Halkreis, Hand-in-Hand und alle beten das Vaterunser.

Unsere Kirche ist ja die Kirche St. Martinus.

Ganz zum Schluss sang nochmal der Kinderchor. Sie standen vorn rechts, wo sie eigentlich gar nicht zu sehen sind. Als sie fertig waren, fragte der Pastor, ob es noch eine zweite Strophe gibt. Und dafür sollten sie doch bitte mal auf die Altarstufen kommen.

Tja, und dann sangen sie so schön mit allen möglichen Bewegungen dazu, es war bezaubernd.

Irgendwie ging der Text so: ich bin immer, immer für dich da.

bei „immer“ drehten sich ihre Hände umeinenander

bei „für dich da“ breiteten sie ihre Arme aus. usw. usw. usw…

Ach es war wirklich schön.