Weihnachtskonzert aller Gruppen

Am Sonntag Nachmittag fand zum Abschluss der Weihnachtszeit, genau am Tag der Heiligen Drei Könige unser Weihnachtskonzert aller musikalischen Gruppen unserer Gemeinde statt. Gleich als erste waren wir dran, der Kirchenchor mit „Lauft ihr Hirten hin zum Stalle!“ von Robert Führer. Leider kann ich nichts finden, um euch das Lied näher zu bringen. Es ist richtig schön und schwungvoll.

Unsere Pastoralreferentin begrüßte die Gemeinde.

Auf der Orgelbühne mussten wir uns ein wenig umorganisieren. Jetzt standen 4 Herren der Schola Cantorum Westerholt um den Orgeltisch. Alle vier Blattsänger mit guten Stimmen.

Es folgte Querflöte mit Orgel, ein Stück aus einer Sonate von Bach. Dann  gab es ein Lied für alle, eben auch die Gemeinde: „Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg.“

Wieder sang die Schola, jetzt: „Wohl mir, dass ich Jesum habe“. Es folgte das erste Stück der Martinsbläser, die unten in der Kirche waren. Sie brauchen unseren Chorleiter nicht, haben ihren eigenen Dirigenten. Wir waren wieder dran:

Laudate Dominum, mit dem Solo einer Sopranistin, und wir ganz leise dazu, nur ab und etwas lauter. Unsere Solistin ist auch jung, aber sie hatte keine Probleme mit ihren blonden Locken 😉

Nochmal Querflöte, Teil der Bach Sonate E-Dur, dann wir noch einmal mit „Transeamus usque Bethlehem“.

Es folgte ein lustiger Textbeitrag für eine Krippe mit Dinosaurier… Der Jugendchor, nur 5 jugendliche Damen, sie haben gut gesungen. Nochmal die Martinsbläser.

Und dann, dann war der Känguru-Chor dran. Ihr wißt es noch? Mütter singen und ihre kleinen Kinder. Das ist immer richtig spannend. Gerade wird noch ein Kind herangewunken.

Känguru-Chor IMG_5293Wester13

hier hat sich schon einiges getan

Känguru-Chor IMG_5295Wester13

Die beiden rechts,: der Kleine zog den Größeren immer eine Stufe höher, seitlich von der Mama weg. Sie sollten wieder runter. Das taten sie zu gern! – Mit Schmackes sprangen sie Stufe um Stufe wieder nach unten 🙂

Der erste Applaus wurde gespendet.  (Normal gibt es zwischendurch keinen Applaus)

Martins-Bläser und dann „The Vocal Chords“, unser Gospelchor.

The Vocal Chords IMG_5298Wester13

Während ihres Gesangs:“ Christmas lullaby“, „Fly away on Christmas wings“ und „Glorious Kingdom“ wurden die Kleinen immer unruhiger, krähten, liefen zur Krippe, um sich die Schafe zu krallen. Aber Mama war zur Stelle und konnte retten. Doch unser Pastor hat dann ein Schaf nach unten gestellt. So konnten die Kleinen es streicheln.

 Und der Graf, dessen Frau wieder im Känguru-Chor mitgesungen hat, diesesmal mit der kleinen Tochter, die noch nicht getauft ist, schaute sich das Ganze in aller Ruhe an.

Graf Westerholt IMG_5299Wester13

Die Martins-Bläser brachten „Tochter Zion“ und es wurde Zeit für die Kinderchöre.

„Eine Tür, eine Tür“,  dabei öffnen sie mit weitausholender Geste eine imaginäre Tür, macht die Herzen weit, als wollten sei uns alle umarmen. Echt Action. Hier klatschen sie gerade in die Hände.

Kinderchor IMG_5302Wester13

„Hört ihr alle Glocken läuten“, „Kommt mit nach Bethlehem“ und es wurde Zeit für uns, nach unten zu gehen. Das letzte Lied der Kinderchöre „Kling Glöckchen“, das haben wir leise mitgesungen. Die Kleinen bekamen nach jedem Ihrer Lieder kräftigen Applaus. Nun wurde es voll am Altar. Denn alle Aktiven, außer den Martins-Bläsern, stellten sich nun hinter die Kinderchöre. Und es wurde von allen, auch der Gemeinde „O du fröhliche“ gesungen, alle drei Strophen.

Der Applaus wollte gar nicht aufhören. Da ja viele Aufnahmen von den Sängern gemacht wurden, dachte ich, nun seid ihr dran! 🙂

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Eine sehr gelungene Mischung, gute Beiträge, schöne Stimmen. Ein wundervolles Konzert.

Die Krippe bleibt noch bis zum kommenden Sonntag stehen.

Fusion

Am Sonntag wurde in der Messe die Fusion von 4 Gemeinden feierlich begangen.

Eigentlich sind es nur noch drei. Denn die Gemeinde St. Johannes ist bereits seit ca. 6 Jahren geschlossen. Banner aller Gruppierungen warteten hinten.

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ich machte mich derweil auf den Weg nach oben, zur Orgelbühne.

Und dann war es soweit, sie zogen ein.

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Zum Schluss die Meßdiener, Priester, der Weihbischof Geerlings, zu erkennen an der Bischofsmütze  (der viertletzte)

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Er verlas die Urkunde der Fusion, und die Urkunde, die unseren Pfarrer als Pfarrer der neuen großen Gemeinde beruft. Alle vom Seelsorge-Team hatten sich schon um den Bischof postiert.

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Pater Mato wurde damit auch zum Pastor erhoben.

Noch vor Beginn der Messe hatte ich unseren Chorleiter und Organisten gefragt, wo denn der Adventskranz sei. Normal hängt der von oben, in diesem Jahr auf einem recht niedrigen Ständer. Er meinte, der sei heute mal weiter in der Seitenkapelle.  Es gäbe gleich eine Überraschung!

Ok, verständlich, denn was sich alles am Altar tummelte, das konnte sich sehen lassen.

Und dann plötzlich wurde ich von Markus ermahnt, nun doch den Fotoapparat zu zücken.

Von jeder Gemeinde wurde nun ein langes Tuch angebracht, erst ein Gelbes von Maria Heimsuchung, die jedes Jahr den wundervollen Früchteteppich erstellen. Ich musste lachen, der Bischof hatte das Tuch teilweise auf seinem Schoß 🙂  Dann ein Rotes von St. Ludgerus, dann eins in Violett von St. Johannes, der Kirche, die ja schon geschlossen wurde, und zum Schluss Orange von unserer St. Martinus-Gemeinde.

Und dann, ja dann wurde das Ganze in der Mitte ganz langsam hochgezogen, ganz langsam.

Wie ein Zelt schaute das dann aus.

Bänder-Gemeinden

Zum Vaterunser bat der Bischof wohl auf einen Wink unseres Pfarrers die Kinder zum Altar, und sie kamen, nach und nach, das dauert immer ein wenig, lach. Denn so ganz Kleine gehen halt noch nicht so schnell, also ist warten angesagt

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Wir sangen zusammen mit dem Kirchenchor aus Scherlebeck „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ von Bach, hier mit großem Orchester, bei uns nur mit Orgel. Hört sich aber auch gut an.

Ein Kinderchor, ich glaub der ist von Maria Heimsuchung, war einfach herrlich. Mit Mikrofon und dann diese unbekümmerten Kinderstimmen. Wir haben alle gelächelt. Ein Jugendchor hat auch gesungen.

Eine prima Mischung.

Die Leit-Meßdiener und Bannerträger nahmen schon Aufstellung für den Auszug.

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Und dann wurde das letzte Lied gesungen, die Messe war zu Ende, die Fusion besiegelt.

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Anschließend waren alle ins Kolpinghaus eingeladen. Ein Gang durch Schneematsch. Aber der Saal war so voll, wir beide haben sofort die Flucht ergriffen, wie einige andere auch.

Allerdings war es gar nicht so einfach, nach Hause zu kommen. Es machte immer quartsch, quartsch im Schneematsch und es war oft arg glatt. Der Regen hat dann dafür gesorgt, dass der Schnee verschwand.

Daheim haben wir dann den Sonntag noch genossen.

Das Konzert

Die Schola Cantorum – 6 Herren – hatte schon um 15.45 h Einsingen, wir,  der Kirchenchor um 16 Uhr, oben auf der Orgelbühne. Dann ging unser Chorleiter nach unten, Einsingen mit dem Gospelchor.

Wir hatten also noch viel Zeit. So ging ich doch mal runter, zur Toilette. Da muss man durch die Sakristei. Und da liegen übereinandergetürmt verdächtige Kleidungsstücke

Inzwischen war die Kirche voll besetzt, viele fanden keinen Sitzplatz mehr.

Um punkt 17 Uhr sangen wir das erste Lied:“ Ich steh an deiner Krippe hier“ von J.S. Bach. Dann sprach unser Pfarrer. Er fragte, wer denn KEINEN Verwandten oder Bekannten unter den Akteuren habe. Sechs Leute meldeten sich. Er wies sie darauf hin, dass auf der Rückseite des Programmes alle Probenzeiten jedes Chores vermerkt seien. Allgemeines Lachen war die Folge.

Die sechs Herren der Schola waren dann dran, einer von ihnen sang auch einen Soloteil, echt souverän. Die Solistin sang gleich zwei Lieder. Ein gemeinsames Lied – mit der ganzen Gemeinde: Hört, es sing und klingt mit Schalle… Schola Cantorum und dann wieder wir mit „oh Bethlehem, du kleine Stadt“ Wieder die Solisten, und unser letztes Lied stand an: Transeamus usque Bethlehem (Lasst uns hinübergehen nach Bethlehem!)

Der Jugendchor ist sehr klein, die meisten gehen halt in den Gospelchor…

…ich frage mich, warum es nur Mädchen sind. Sie sangen u.a.“Last Christmas I gave you my heart“

Aber dann kam der Känguruchor dran. Die jungen Mütter waren so nach und nach in die Kirche gekommen. Aber sie hatten die Ihren so gut im Griff, nichts, fast nichts war mit herumlaufen.

Dem kleinen davorn mit dem Streifenpulli wurde es zu langweilig

er lief in den Seitentrakt wohl zu  Papa oder Oma. Und unsere Gräfin hat ihren Sproß, den kleinen Gustav inzwischen auf den Arm gehoben.

Hier wichen die Besucher vom Schema ab und spendeten Beifall!

Der Gospelchor sang drei Lieder: „Jesus, at thy birth“, „Aus der Armut eines Stalles“ und „First Christmas memories“.

Die Martinsbläser spielten: „Die Himmel rühmen die Ehre Gottes“ von L.v.Beethoven. Oh, das haben wir auch schon mit dem Chor gesungen.

Tja und nun waren die Kleinen dran. Während sie sangen, sollten wir langsam hinuntergehen. So habe ich leider kein Bild von den aufgeweckten kleinen. Die waren so sehr bei der Sache, dass einer bei einem bestimmten Wort immer hoch sprang.

Sie bekamen donnernden Applaus!

Und wir, Gospelchor, Schola und Kirchenchor stellten uns hinter die Kleinen auf die Altarstufen. Nun wurde mit allen, auch der Gemeinde „O du Fröhliche“ gesungen. Herrlich, die ganze Kirche sang! Was für ein Klang – unbeschreiblich.

Standig Ovations für alle, hach tut sowas gut! – Und da so viele fotografierten, dachte ich, das tu ich auch, nur in die Gegenrichtung.

Ja wirklich, kurz nach meinem Foto standen sie alle, und applaudierten ohne Ende, so kam es mir vor.