Mein chorfreier Tag

Für gestern hatten wir per Mail auf der Homepage eines Landgasthofes 2 Plätze bestellt. Es hieß, bei Erfolg kommt keine Bestätigung. Das gefiel uns nicht so gut, aber wenn sie es so machen, können wir es nicht ändern.

Wir also frohen Mutes hingefahren, per Navi auch gut gefunden. Gäste konnten wir noch keine ausmachen. Wir waren wohl die ersten.

ABER, in der Liste der Bestellungen waren wir nicht zu finden. –  Sie können hier vorn Platz nehmen (direkt neben der Eingangstür, so eine Art Rauchertisch mit 2 alten Sesseln dran). Oder sie können auch hinten  Platz nehmen, müssen aber um halb 1 fertig sein.

Nein Danke, so nicht!

Also ab nach Münster! Wir können doch ins Extrablatt, meinte ich zu meinem Mann. Ok, weit ist es  nicht, auch von Lüdinghausen aus nicht. Auf dem großen Parkplatz am Schloss mussten wir keine Parkkarte nehmen. Also los. Am Dom sahen wir zwei Bischöfe mit ihren roten Käppies. Habe aber davon keine Aufnahme. An einem kamen wir direkt vorbei und er wünschte fröhliche Weihnachten. Das fand ich sehr nett.

Wo gehen wir zuerst hin, meinte mein Mann, ich sagte, erst zum Kiepenkerl.

Ok, schaun wir, ob die auf haben. Sie hatten auf!

Und wir bekamen sogar Platz, und sogar einen richtig netten. Nicht auf der Strafbank, lach.

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Gut,  dass wir so früh unterwegs gewesen waren, denn eine Stunde später wäre es schon enger gewesen. 

Die Lampen haben hier Röcke an 🙂

IMG_1647MS 25-12.2013 Mützen mit Rock

Ich bestellte mir Kiepenkerl Krüstchen mit grünem Blattsalat und Bratkartoffeln.

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Da drinnen ist es echt interessant. 

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mein Dessert war Spekulatius-Mousse mit Himbeeren, lecker, lecker

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Natürlich hat mein Mann auch gegessen. Wir sind dem Landgasthof richtig dankbar.  Denn dort wäre alles enger gewesen, soviel hatten wir schon sehen können. 

Was waren wir sauer gewesen am Morgen! Und nun sowas Gutes.

An Weihnachten waren wir noch nie in Münster.

 Der Weihnachtsbaum vorm Kiepenkerl, die Buden vom Weihnachtsmarkt standen noch da. 

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So leer ist der Prinzipalmarkt selten.

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Die Krippe im Dom kannten wir auch noch nicht. 

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Baum mit Strohsternen in einer der Seitenkapellen

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So war es doch noch ein richtig guter erster Feiertag geworden. 

Heilige Drei Könige

Am 6. Januar begehen wir das Fest Heilige Drei Könige.

Kaspar, Melchior und Balthasar , die Heiligen Drei Könige. Nach dem Matthäus- Evangelium kamen zur Geburt Jesu Sterndeuter aus dem Morgenland: „Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen und sind gekommen, ihn anzubeten.“

Die Bibel erzählt von den Weisen, die, vom Stern geführt, schließlich in Bethlehem im Stall ankommen. Dort fallen sie vor dem Jesuskind nieder, huldigen ihm und der Mutter und bringen ihre Geschenke: Gold, Weihrauch und Myrrhen. Durch eine Art Traum gewarnt, nehmen sie einen anderen, geheimen Rückweg, um dem Zorn des Königs Herodes zu entgehen.

Der  Apostel Thomas soll sie zu Bischöfen geweiht haben. Sie hatten wohl große missionarische Erfolge, starben jedoch  kurz nacheinander. Sie sollen in einem gemeinsamen Grab beigesetzt worden sein.

Brauchtum

Bis zum 18. Jahrhundert waren die Reliquien der Heiligen Drei Könige Ziel vieler Wallfahrten. Auch heute noch ist der Brauch, am Dreikönigstag die Häuser zu segnen, erhalten. Dem liegt die Überzeugung zugrunde, dass der Segen der Heiligen Drei Könige Haus und Hof vor Unheil bewahrt. Auf den Haustürrahmen werden die jeweilige Jahreszahl und die Anfangsbuchstaben des Segensspruches „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne das Haus) geschrieben. Diese Buchstaben werden auch manchmal mit den Namen der Heiligen Drei Könige (Caspar, Melchior und Balthasar) in Verbindung gebracht. Am Dreikönigstag ziehen Sternsinger von Haus zu Haus und bitten um Gaben. Zentrum der Verehrung der Heiligen Drei Könige ist Köln.

Namensbedeutung

Kaspar stammt aus dem Persischen und bedeutet „Schatzmeister“.
Melchior wird aus dem Hebräischen abgeleitet und bedeutet „König des Lichts“.
Balthasar wird ebenfalls aus dem Hebräischen abgeleitet und bedeutet „Gott wird helfen“ oder „Gott schütze sein Leben“. Es gibt auch eine Ableitung aus dem Altsyrischen, die steht für  „Gott schütze den König“.

Patron/in

Die Heiligen Drei Könige sind Patrone der Stadt Köln, der Reisenden, Pilger, Kürschner, Spielkartenhersteller, gegen Unwetter, gegen Epilepsie

Die orthodoxen Christen begehen das Weihnachtsfest an diesem Tag.